22.06.2017 13:37

Handlungskonzepte gegen Extremismus







 In seiner Sitzung vom 29. Juni beschloss der Kreistag, dass der Rhein- Erft- Kreis ein Handlungskonzept gegen Rechts erarbeiten soll.

 

Dazu hat sich der Kreis um die Teilnahme am Bundesprogramm „Demokratie leben“ als auch am Landesprogramm „Lokale Handlungskonzepte gegen Rechts“ beworben.

 

Die Verwaltung wurde beauftragt, bei den Kommunen abzufragen, wie denn örtliche Initiativen aussehen und welche Hilfe die Kommune von Kreis, Land und Bund benötigt.

 

Die Verwaltung beabsichtigt, die bereits aktiven, am Thema arbeitenden Akteure im Kreis an einen Tisch zu holen. Gemeinsam mit den Kommunen soll eine Analyse, Bewertung, Festlegung der Ziele und Zielgruppen/Adressaten sowie eine Messung der Zielerreichung/Indikatoren durchgeführt werden. Ziel der Arbeit soll eine Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände im Rhein-Erft-Kreis, den kreisangehörigen Städten, Schulen, örtlichen Jugendhilfe, Sport, lokaler Wirtschaft, Polizei, Medien, Kirchen, Interessenverbänden, Bürgerinitiativen, Politik etc.  und den Betroffenengruppen (u. a. Zielgruppen, junge Menschen, Opferverbände) sein.

 

Allgemeine Zielsetzungen sollen sein:

  • Schaffung eines lokalen, speziell auf den Rhein-Erft-Kreis abgestimmten Handlungskonzeptes;
  • Orientierung an gemeinsamen Zielen zur Schaffung eines kommunalen Handlungsrahmens;
  • Erarbeitung von Präventionsstandards;
  • Selbstverpflichtung aller handlenden Akteurediese Standards kurz- bis mittelfristig umzusetzen und zu einem Handlungsrahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus im Rhein-Erft-Kreis beizutragen;
  • Verankerung des Konzeptes in der Lebenswelt der Adressaten durch intensiven Sozialraumbezug;
  • Schaffung eines Netzwerkes aller Akteure im Rhein-Erft-Kreis und Abbau bzw. Reduzierung von Schnittstellen.

Sollten die Zuschussanträge bewilligt werden, bleiben beim Kreis noch Ausgaben von ca. 100.000 € für Personal- und Sachmittel - gut angelegtes Geld!

 

Link zu den Ausschussunterlagen