22.06.2017 13:42

Genehmigung des Klimaschutzteilkonzeptes







Einen weiteren Erfolg beim Klimaschutz konnten die GRÜNEN erzielen.

 

Der Kreistag beauftragt in seiner Sitzung am 29. Juni 2017 die Verwaltung, das Klimaschutzteilkonzept zur Genehmigung im Umweltministerium einzureichen und die Förderung für die Stelle eines Klimaschutzbeauftragten zu beantragen.

 

Klimaschutzteilkonzepte sind Entscheidungshilfen, um Treibhausgase und Energieverbräuche nachhaltig zu reduzieren. Sie analysieren die Ausgangslage und die technisch und wirtschaftlich umsetzbaren Treibhausgasminderungspotenziale. Auf ihrer Grundlage kann eine Stelle für das Klimaschutzmanagement  bezuschusst werden.

Konkret geht es nunmehr um die Energie- und Treibhausgasbilanz der kreiseigenen und angemieteten Gebäude und Liegenschaften, aufgeteilt auf den Verbrauch für Wärme und Strom.

Nach der Eingangsbilanz wird mit einem Monitoring durch das Klimaschutzmanagement an einer kontinuierlichen Verbesserung der Verbrauchsdaten gearbeitet. Die Umsetzung von Einzelmaßnahmen verspricht eine Einsparung der CO2-Emissionen von 14%. Die Sanierung zum Niedrigstenergiegebäude ergibt eine Einsparung von ca. 32 %.

 

Die schon beschreibbaren Einzelmaßnahmen werden für die einzelnen Liegenschaften dargestellt.

 

Mit dem Ausbau von effizienten Speichern kann auch die Photovoltaik noch weiter ausgebaut werden, so dass erwartet wird, ein Drittel des Strombedarfs selbst decken zu können.

 

Für die beschriebenen Maßnahmen werden bis 2035 Gesamtinvestitionen von 16,5 Mio. € erforderlich. Davon sind 8,6 Mio. € bereits im Haushalt oder der mittelfristigen Planung vorgesehen. Die Maßnahmen werden gefördert über das Kommunalivestitionsförderungsgesetz sowie über das Förderprogramm „Gute Schule 2020“, beim Kreis trägt nur einen Eigenanteil von gut 600.000 €.

 

Für 2020 bis 2035 werden weitere 8 Mio. € zu investiert, jährlich also gut 500.000 €!

 

Kreistagsmitglied Friederike Seydel äußerte sich im Kreistag am 29.06.2017 mit folgendem Wortbeitrag:

 

"Sehr geehrter Herr Landrat, meine Herren und Damen, liebe Kollegen/innen,

Der REK ist als Energiekreis groß geworden. Die Grundlage war und ist die Ausbeutung der Braunkohle. Wir wissen, der hohe CO2-Ausstoß bei der Verbrennung ist zunehmend problematisch.

Nun: Das Klimaschutzteilkonzept zeigt auf, wie wir mit relativ geringen Investitionen 30 Prozent des gesamten Energiebedarfs der kreiseigenen Gebäude einsparen können. Es gibt eine gute Perspektive, deren Umsetzung wir gezielt und konstruktiv begleiten werden.

Zur Forderung der SPD, hierfür einen begleitenden Arbeitskreis einzurichten, sage ich nur: "Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man 'nen Arbeitskreis." 

Wir gehen davon aus, dass ab Ende 2017 ein/e Klimaschutzmanager/in gezielt daran arbeiten wird. Beispielsweise durch eine effizientere Beleuchtung mit LED und eine entsprechende Steuerung. Oder durch die Optimierung von Heizanlagen, durch die Reduzierung des Wärmebedarfs durch den Einbau neuer Fenster. Für das Adolf-Kolping-Berufskolleg können Wärme- und Strompotenziale des benachbarten Energie-Kompetenz-Zentrums genutzt werden.

Angesichts des Klimawandels und seiner teils gravierenden Folgen ist das Klimaschutz-Teilkonzept ein gutes Signal, für das wir GRÜNE uns seit Jahren einsetzen.

Erfreulich ist, dass wir für die nötigen Investitionen von 8,6 Millionen Euro bis 2020 durch entsprechende Fördermittel nur 630.000 Euro selbst zu stemmen brauchen. Wir hoffen, dass diese unabhängig von neuen Regierungen weiter fließen. Alles andere wäre dumm."

 

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Opens external link in new windowBeschlussentwurf verändert