Elmar Gillet
Soziologe mit Schwerpunkt HiFi. Hat aus seinem Hobby seinen Beruf gemacht und vertreibt als Unternehmer hochwertige Musik-Anlagen.
Elmar Gillet schreibt in seiner Bewerbungsrede zum Vorsitzenden des Kreisverbandes am 24. Februar 2007 folgendem Text:
Liebe Freundinnen und Freunde,
nach über einem Jahr große Koalition wird deutlich, dass das Ausscheiden unserer Partei aus der Regierung fundamentale Rückschritte in vielen politischen Bereichen bedeutet. Sicher hätte ich mir noch deutlich mehr Grün bei Rot-Grün gewünscht, aber dies hätte noch stärkere Grüne vorausgesetzt.
Ökologie ist offensichtlich weder bei CDU noch SPD verstanden worden. Zwar hält die SPD am Atomausstieg fest, dass aber eigentlich auch mehr aus den Gründen einer Lobbypolitik für die Kohle und der Angst noch mehr Stimmen an die Grünen zu verlieren. Das Trudeln der Kanzlerin Merkel beim Thema Klimaschutz lässt sich nicht durch die Orkane der vergangenen Wochen erklären. Fordert die EU eine Verminderung des CO² Ausstoßes bei Automobilen vertritt sie lautstark die Interessen der ignoranten deutschen Automobilindustrie und fordert eine Rücknahme der Auflagen. Wenige Tage später, nach der Vorstellung der UN Klimastudie, der endgültig zweifelsfrei die Klimaveränderungen als durch die Menschheit verursacht nachweist, beteuert Merkel die Wichtigkeit des Klimaschutzes. Dies ist einfach nur peinlich und verlogen.
Die nun beschlossene Gesundheitsreform wird kein Problem des Gesundheitswesens lösen. Innerhalb kürzester Zeit werden wir merken, dass alle, ob Privat- oder Kassenpatient, nur mehr für schlechtere Leistungen zahlen werden.
Beim Verbraucherschutz ist die Bundesregierung nicht in der Lage ein Verbraucherinformationsgesetz auf den Weg zu bringen, das den Namen verdient. Der Agro-Gentechnik ist gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger die Tür geöffnet worden.
Es wird Zeit, dass Grüne Vernunft in die Bundesregierung zurückkehrt. Dies müssen wir auch im Rhein-Erft-Kreis vorbereiten.
Mit unserem Antrag zur Braunkohle und seine Annahme auf der BDK haben wir einen politischen Erfolg errungen, den es allerdings zu sichern gilt. Mit der geplanten Errichtung neuer Kohlekraftwerke sind zwangsläufig neue Tagebaue verbunden. Die größte existierende Scholle befindet sich im Bereich Erftstadt, Kerpen und Nörvenich. Der Fliegerhorst Nörvenich ist heute nicht mehr so „kriegswichtig“ wird uns diesmal nicht „schützen“.
Den Energiekreis zu einem Kreis der regenativen Energien zu transformieren, muss unsere Aufgabe sein. Wir sollten durch abgestimmte Anträge in den Kommunen und auf Kreisebene z.B. zu Energieeffizienz oder der Errichtung von Solaranlagen aber auch der Aufforstung die politische Mehrheit unter Druck setzen, die Anstrengungen zum Klimaschutz endlich ernsthaft zu betreiben. Der Rhein-Erft-Kreis ist nach wie vor der waldärmste Kreis in ganz NRW und mit den existierenden Tagebauen in und um ihn herum der größte CO²-Emittent in der ganzen Welt. Hier bei uns wird mehr CO² emittiert als in ganz Australien. Das darf nicht so bleiben. Die Energie- und Klimapolitik muss daher der Schwerpunkt der Arbeit des Kreisverbandes sein.
Aber auch die Themen Kinderbetreuung und Ausbildung, Gentechnik und Bioanbau in der Landwirtschaft sind aus grüner Sicht wegweisend für die zukünftige Positionierung des Rhein-Erft-Kreis im nationalen und internationalen Vergleich. Dies müssen wir den Menschen, die hier leben nahe bringen und für unseren grünen Weg werben.
Dafür möchte ich gemeinsam mit Euch in den Kommunen in Vorbereitung auf die nächsten Wahlkämpfe arbeiten und bitte Euch um Unterstützung meiner Kandidatur.
Mit Grünen Grüßen
Elmar Gillet

