Die Grünen im Rhein-Erft-Kreis begrüßen es, dass die Bundesregierung nach langem Zögern endlich Vorschläge zur Umsetzung der Beratungsergebnisse der Kohlekommission vorlegt. Leider ist der jetzige Fahrplan zum Ausstieg im Hinblick auf die zu erreichenden Klimaschutzziele eher kontraproduktiv und bleibt hinter den Beschlüssen der Strukturwandelkommission zurück und der Kohleausstieg verzögert sich.

Der Grüne Kreisvorsitzende Rüdiger Warnecke, erklärt: „Um den auf jeden Fall bevorstehenden Strukturwandel positiv für unseren Kreis und die Region gestalten zu können, ist ein zügig beginnender Kohleausstieg besser, denn wenn noch 10 bis 15 Jahren an den alten Strukturen festgehalten wird, bildet man unweigerlich das Schlusslicht und verspielt wichtige Zukunftschancen!“

Das längere Festhalten am Tagebau Garzweiler II, obwohl klar ist, dass Kohlekraftwerke keine Zukunft haben, bedeutet eine Belastung der Region. Somit verlieren auch die Menschen in den Dörfern am Tagebau Garzweiler unnötig ihre Heimat.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion, Elmar Gillet, ergänzt: „Für uns Grüne im Rhein-Erft-Kreis bleibt abzuwarten, was tatsächlich Ende Januar in Berlin beschlossen wird. Wir erwarten, dass die Ergebnisse der Mittelzusagen für unsere Region in verlässliche Vereinbarungen gegossen werden. Auch sollen daraus keine Infrastrukturmaßnahmen, die schon jetzt in Planung sind, finanziert werden, sondern wir benötigen diese Mittel zusätzlich.“

Die Grünen im Rhein-Erft-Kreis Dabei erachten es für notwendig, dass nicht nur die Forschung an den Hochschulen in unserer Region vorangetrieben wird, sondern auch, dass das Handwerk in Aus- und Weiterbildung stärker unterstützt werden muss, um den Ausbau Erneuerbarer Energien vorantreiben zu können.

Konzepte einer nachhaltigen Landwirtschaft und zukunftstaugliche Mobilitätskonzepte müssen auf den Weg gebracht werden. Ebenso sollte sich gerade der Rhein-Erft-Kreis mit seinen industriellen Kapazitäten in einer grünen Wasserstoffstrategie engagieren.

Rüdiger Warnecke betont: „Am Ende wird der Strukturwandel aber nur gelingen, wenn es gelingt, die Menschen in unserer Region zu begeistern, diesen mitzugestalten. Hierzu brauchen wir gute Beteiligungskonzepte für die Zivilgesellschaft.“

 

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