„Wir bedanken uns als GRÜNE Kreistagsfraktion bei Landrat Michael Kreuzberg für die siebenjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit im Rahmen der Koalition von CDU, GRÜNEN und FDP im Kreistag des Rhein-Erft-Kreises. Diese Konstellation war und ist nicht selbstverständlich, hat aber für die Menschen und die Umwelt im Kreis viel gebracht,“ so Elmar Gillet, der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Kreistagsfraktion.

Gillet weiter: „Besondere Verdienste hat sich Michael Kreuzberg in der sogenannten Kohlekommission erworben, der dort beschlossene Kohleausstieg wird zwar nicht in dem Tempo realisiert, das aus grüner Sicht erforderlich ist, um die Klimaziele gut zu erreichen, der aber auf der anderen Seite auch nicht mehr zurück zu nehmen ist. Es ist auch gut, dass er hier mit dafür gesorgt hat, dass der Hambacher Wald erhalten werden soll. Er hat die Weichen für einen Strukturwandel mit gestellt, der den Menschen, der Natur und der Wirtschaft in der Region Zukunftschancen bringt.

Mit Michael Kreuzberg scheidet ein Landrat aus dem Amt, der in der Lage ist, Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen zusammenzubringen. Das zeigt er auch in der Zusammenarbeit der Fraktionen.“

Vor seiner Zeit als Landrat war Michael Kreuzberg auch 14 Jahre Bürgermeister in Brühl. Johannes Bortlisz-Dickhoff, Geschäftsführer der Kreistagsfraktion aber aktuell auch Vorsitzender der Brühler Ratsfraktion, erinnert sich an die erste Zeit des Bürgermeisters Michael Kreuzberg:
„Die CDU hat es uns in der Zeit der rot-grünen Mehrheit im Brühler Stadtrat nicht leicht gemacht. In der 1999 Stadtratswahl hat die CDU insbesondere gegen die Innenstadtentwicklungsprojekte gearbeitet, nachdem sie die Errichtung der Gesamtschule nicht verhindern konnte. Aber der Parkriegel genannte Plan, entlang der Stadtbahn von Brühl Mitte bis zur späteren Giesler-Galerie ein Parkhaus zu bauen, wurde ebenso attackiert, wie die Brühler Radstation. Der Einsatz lohnte sich, Kreuzberg wurde Bürgermeister. Nicht schlimm, wie wir heute wissen, denn die CDU akzeptierte die Radstation und steht heute hinter ihrer Erweiterung, das Krankenhausparkhaus als gewichtiger Teil des Parkriegels wird gut genutzt. Dieser Pragmatismus Adenauerscher Art, hilft auch heute über viele Konfliktthemen hinweg.

Das erste dramatische Ereignis in der Amtszeit von Bürgermeister Kreuzberg war das Zugunglück von Brühl, dass der junge Bürgermeister mit seinem damaligen Krisenstab zu bewältigen hatte. Da fielen mir zuerst die besonderen Fähigkeiten Kreuzbergs auf: Als kommunikative Führungsperson in besonderen Situationen.“