Die GRÜNE Kreistagsfraktion begrüßt die beabsichtigte Einführung von zwei Schnellbuslinien im Rhein-Erft-Kreis zu Dezember 2020:

Dazu Elmar Gillet, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Rhein-Erft-Kreis: „GRÜN hält Wort. Wir sind seit Jahren darum bemüht Schnellbuslinien im Rhein-Erft-Kreis einzurichten. Das ist nicht ganz einfach, denn Schnellbuslinien können nicht an jeder Haltestelle halten, müssen einen möglichst direkten Linienweg einhalten und müssen im Durchschnitt schneller als 32,5 km/h fahren, für einen Linienbus ist das ambitioniert. Das macht die Abstimmung mit den Kommunen nicht leicht, wie sich auch jetzt wieder gezeigt hat.

Aber aufgrund der Förderzusagen durch den NVR (Zweckverband Nahverkehr Rheinland) ist es heute mit der Einführung von Schnellbuslinien möglich, regional bedeutsame Verbindungen herzustellen, auch wenn keine Schiene zur Verfügung steht.“

Das nunmehr mit den Kommunen abgestimmte Linienführungskonzept sieht eine Schnellbuslinie von Elsdorf über Bergheim, Kerpen, Erftstadt und Brühl nach Wesseling vor, eine zweite wird von Dormagen über Worringen, Pulheim, Weiden-West, Frechen und Hürth nach Brühl führen.

Siehe auch  https://rhein-erft-kreis.de/sdnet/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZTw4mPNMZFk-oU7QzTH7bc0PFRVhzLcnGLYPUnF1I6_L/Anlage_1d_-_Linienverlaeufe_nach_Plausibilitaetspruefung_August_2020.pdf

Beispielsweise ist damit die Kreisstadt direkt aus Wesseling oder Brühl in einer knappen Stunde zu erreichen, aus dem Süden geht es direkt nach Weiden-West. Elsdorf wird an das Weltgeschehen angebunden.

Wermutstropfen ist vielleicht, dass die genaue Linienführung mühsam in intensiven Gesprächen zwischen Kreis und den jeweiligen Kommunen entwickelt werden musste und an der einen oder anderen Stelle noch nicht optimal ist.

Offen ist zudem, wie die Finanzierung genau austariert wird. Der Schnellbus wird zunächst so finanziert, wie auch die Regionalbusse: 50 Prozent über die allgemeine Kreisumlage, 50 Prozent nach Streckenanteil.