Die DB stellt aufgrund des Ausfalls von Fahrpersonal den Betrieb der Erftbahn RB 38, die sowieso nur noch rudimentär zwischen Horrem und Bedburg verkehrt, für mehrere Wochen vollständig ein.

Der Verkehrsverbund muss gegenüber der DB Nahverkehr deutlich machen, dass die vollständige und möglicherweise auch länger andauernde Einstellung des Fahrbetriebs der DB 38 nicht akzeptiert wird.

Die Ausfälle allein auf die RB 38 zu konzentrieren, ist eine einseitige Sonderbelastung für die Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Erft-Kreises, die allgemeinen Politikgrundsätzen nach Gleichbehandlung widerspricht.

Der Schienenersatzverkehr ist keine Lösung, zumal nicht klar kommuniziert wird, wo sich denn die Ersatzhaltestelle befindet. Mindestens eine Fahrt je Stunde muss aufrechterhalten werden. Widrigenfalls ist seitens der DB Nahverkehr die Übernahme entsprechender Taxikosten öffentlich zuzusagen.

Die GRÜNEN begrüßen, dass sich Helmut Paul von der CDU, Dierk Timm von der SPD und der Verkehrsverbund ihrem Protest gegen die Einstellung der Erftbahn RB 38 anschließen.

Ob tatsächlich rein zufälligerweise so viele Zugführer ausfallen, dass der Betrieb vollständig eingestellt werden muss, wird inzwischen bezweifelt. Viel wahrscheinlicher ist, dass hier verdeckte Streikmaßnahmen kaschiert werden und der Arbeitskampf einfach auf dem Rücken unbeteiligter Dritter, hier die Fahrgäste aus Kölns Wildem Westen, ausgetragen wird.

Wir erwarten, dass der VRS bei der Bahn die Strafzahlungen bis auf den letzten Cent eintreibt und erkennbar für die Verbesserung des Schienenverkehrs in Bedburg, Bergheim und Kerpen einsetzt.