Die Flutkatastrophe im Juli hat auch im Rhein-Erft-Kreis viel Leid und große Schäden hinterlassen. Das zeigt uns deutlich, dass der Klimawandel mit vermehrten Unwetterereignissen auch bei uns bereits Realität ist. 
In Sachen Klimaschutz hat die GRÜNE Fraktion bei den Haushaltsberatungen wichtige Beschlüsse auf den Weg gebracht. So hat der Kreistag auf unsere Initiative schon im Mai beschlossen, dass ein Plan entwickelt wird, wie wir uns an bereits vorhandene Klimafolgen anpassen können. Es soll ein Konzept zur Klimafolgenanpassung für den Rhein-Erft-Kreis erarbeitet und daraus auch ein konkretes Handlungskonzept für die Kommunen entwickelt werden. Es soll aufzeigen,  wie wir die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhüten können. Auch wenn wir Unwetterereignisse nicht verhüten können, wollen wir so vor Ort den möglichen Beitrag dazu leisten, die Folgen gering zu halten, soweit es in unserer Macht steht.

Ziel GRÜNER Politik ist es schon immer, vorbeugend Klimaschutz in möglichst vielen Bereichen zum Maßstab zu machen; den Ausstoß von Klimagasen zu reduzieren und die Pariser Klimaziele zu erreichen.

Um die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen für den Klimaschutz feststellen und Prioritäten festlegen zu können, muss der Weg dorthin systematisiert werden, mit dem Ziel Energie einzusparen und die Umwelt zu entlasten. Deshalb haben wir in der Koalition beantragt und beschlossen, in den Prozess des European Energy Award (EEA) einzusteigen. Hier wird der Fortgang regelmäßig festgestellt, bewertet und gesteuert. Erfolg belohnt das Land durch die Verleihung des European Energy Award.

Daneben gibt es auf Kreisebene bereits viele Aktivitäten und Maßnahmen, um die Klimaziele zu erreichen. Vom Energiecontracting, dem Klimaschutzkonzept für Gebäude über Blockheizkraftwerke und die geplante Wasserstoffinitiative, dem Beschluss zur Beschaffung von Brennstoffzellenbussen für die REVG und der Beschäftigung eines Klimaschutzmanagers. Darüber hinaus haben wir als Koalition beschlossen, mit allen Kräften und Unterstützung des Energie-Kompetenz-Zentrums (EkoZet) das im Solar- und Gründachkataster aufgezeigte Potenzial zu nutzen. Wir wollen erreichen, dass auf möglichst vielen privaten und kommunalen Dächern im Kreis Solaranlagen zur Gewinnung von Strom installiert und Dächer begrünt werden und die Ladestruktur für Elektrofahrzeuge ausgebaut wird, wo möglich mit regenerativ erzeugtem Strom. Hierfür haben wir die nötigen finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung gestellt.