Die Koalitionsfraktionen von CDU, GRÜNEN und FDP setzten im vergangenen Schulausschuss ein Zeichen für die Förderschulen und Berufskollegs im Rhein-Erft-Kreis.

So beantragten die Koalitionspartner die Erarbeitung eines Prioritäten- und Zeitplans zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem Schulentwicklungsplans (SEP) für die Berufskollegs. Bereits in der vergangenen Sitzung des Kreistages wurde die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans für die Berufskollegs verabschiedet.

Im Rahmen des SEP wurde unter anderem festgestellt, dass die Pavillonbauten an den Berufskollegs mittelfristig ersetzt werden sollen. Darüber hinaus wurden verschiedene, größtenteils kleinere Einzelmaßnahmen für die jeweiligen Berufskollegs vorgeschlagen. Damit eine genauere Planung möglich ist, bedarf es daher einer Übersicht der Maßnahmen inklusive eines Vorschlags zur Priorisierung und einer möglichen Zeitplanung seitens der Verwaltung. Dafür setzten sich die Fraktionen aus CDU, GRÜNE und FDP ein und stellten einen gemeinsamen Antrag für einen Prioritäts- und Zeitplan.

„Für uns als Koalition ist die zeitnahe und genaue Planung der Maßnahmen wichtig. Mit diesem Antrag setzen wir ein klares Zeichen für unsere Berufskollegs im Rhein-Erft-Kreis. Nur durch die schnelle Umsetzung des Schulentwicklungsplans können wir unsere Schulen noch besser ausstatten und voranbringen“, betont die Schulsprecherin der FDP-Kreistagsfraktion, Marion Schaps.

Neben dem Schulentwicklungsplan ist auch die direkte Förderung von Kindern und Jugendlichen ein wichtiges Anliegen für die Koalitionsfraktionen. Durch die Corona-Krise haben einige Kinder und Jugendliche mit Lernrückständen zu kämpfen. Durch das von Bund und Land beschlossene Förderprogramm „Ankommen und Aufholen“ sollen diese durch zahlreiche verschiedene Projekte und Maßnahmen ausgeglichen werden. Hierfür stehen dem Rhein-Erft-Kreis mehr als 600.000€ an Fördergeldern zu Verfügung.

Hierzu beauftragten CDU, GRÜNE und FDP die Verwaltung, regelmäßig über die Verteilung der Gelder und den Fortschritt in Bezug auf die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Förderprogramm zu berichten. Darüber hinaus bitten die Koalitionsfraktionen darum, in der letzten Schulausschusssitzung für das Schuljahr 2021/2022 einen kurzen, vorläufigen Bericht über die Durchführung der finanzierten Projekte vorzustellen. Dafür sollten nach Möglichkeit ebenfalls Vertreter der Förderschulen und Berufskollegs eingeladen werden, um direkt aus erster Hand berichten zu können.

„Das Förderprogramm „Ankommen und Aufholen“ liegt uns als Jamaika-Koaltion besonders am Herzen“, so der Frechener CDU-Politiker und schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Jan-Christoph Hebig. „Einige Kinder haben durch die Corona-Krise, Quarantäneaufenthalte und die zeitweise Schließung der Schulen mit erheblichen Lernrückständen zu kämpfen.“

„Es ist wichtig, diese Rückstände schnellstmöglich aufholen zu können, um so mit dem Lernplan mithalten zu können. Die Berichte aus der Verwaltung und noch mehr die Erfahrungsberichte der Vertreter der Förderschulen und Berufskollegs werden uns zeigen können, wie die Fördermittel bei unseren Kindern und Jugendlichen im Kreis ankommen. Es wäre bedauerlich, wenn die Mittel nicht im bereitgestellten Umfang abgerufen würden“, ergänzt die schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion Hedwig Roos.