11.07.2018 16:00

Umweltpolitiker der Jamaika Koalition besichtigen die Biologischen Station Bonn-Rhein-Erft







Die Koalitionspartner CDU, Grüne und FDP des Rhein-Erft Kreises besuchten im Rahmen ihrer Arbeit das Umwelt- und Naturschutzzentrum Friesheimer Busch in Erftstadt. Das Umweltnetzwerk Erftstadt e.V. ist Träger des Umweltzentrums. Dort haben sich die örtlichen Natur- und Umweltorganisationen gemeinsam mit Schulen, lokalen Vereinen und Privatpersonen zusammengeschlossen.

Seit 2012 ist dort auch die Biologische Station Bonn-Rhein-Erft verortet. Die dort ansässigen 2 Biologen der Biostation, bekommen hoffentlich bald weitere personelle Unterstützung für die Arbeiten, die im Rhein-Erft Kreis anstehen, sofern die Bezirksregierung dem Wunsch der Koalition auf eine Förderzusage entsprechen sollte.

„Schwerpunkt der Betrachtung waren diesmal neben „Blühstreifen" an Feldern das „Wegerain-Management". Darüber hinaus haben wir uns über den doch beträchtlichen bürokratischen Aufwand informiert, der teilweise durch diese Vertragsnaturschutzmaß-nahmen auf die Bauern zukommen kann“, so Prof. Dr. Sylvia Knecht, Sprecherin für Umwelt und Kreisplanung der CDU Kreistagsfraktion.

Wegränder umgeben jedes Feld, häufig sind diese Ränder im städt. Besitz und gehören zu den meist asphaltierten Wirtschaftswegen. Linienhaft durchziehen sie die intensiv bewirtschaftete Feldflur.

„Durch gezielte Aufwertung der Vegetation mit heimischen Blühpflanzen können Wegeränder zu einem wichtigen Trittstein für viele Insekten innerhalb der Feldflur werden. Erftstadt hat in Teilen Wegeränder, die sich im städt. Besitz befinden, gemeinsam mit der Biostation aufgewertet, das ist sehr zu begrüßen. Wir hoffen, dass die anderen Kommunen im Kreis diesem Beispiel folgen“, erklärt Nicole Kolster, Sprecherin für Umwelt und Kreisplanung der Grünen Kreistagfraktion.

„Es war auch erfreulich zu hören, dass die Mitarbeiter der Biostation die Landwirte bei den Anträgen, die für den Vertragsnaturschutz ausgefüllt werden müssen, sehr unterstützen. Naturschutz und Landwirtschaft arbeiten hier Hand in Hand, das ist nicht selbstverständlich. Daher ist es wichtig, dass wir diese Maßnahmen auf Kreisebene weiter unterstützen und den Erfolg regelmäßig überprüfen“, ergänzt Bernhard von Rothkirch“, Sprecher für Umwelt und Kreisplanung der FDP Kreistagsfraktion.

All diese Maßnahmen, die die Feldflur wieder bunt machen werden durch die Landwirte sehr gut angenommen. Außerdem werden ausschließlich Wildkräuter gewählt, die nicht aggressiv in die Feldflur drängen. Beispielsweise Wilde Möhre, Flockenblume, Mohnblumen und Heil-Ziest.