28.08.2018 16:15

Busausfälle zeigen: Zocken muss verhindert werden



Von: Johannes Bortlisz-Dickhoff




Die SPD im Rhein-Erft-Kreis hat für den Kreisverkehrsausschuss eine Anfrage zu den ausfallenden Busverbindungen gestellt und auf ihrer Homepage unter der reißerischen Überschrift: „Busfahren darf nicht zum Glücksspiel werden“ äußerst merkwürdig kommentiert.

Dierk Timm von der SPD stellt die wagemutige Behauptung auf, dass aufgrund der Umwandlung der REVG in eine echte Busgesellschaft, die 51 Prozent der Fahrleistungen selbst erbringen wird, Fahrleistungen durch die RVK und ihre Subunternehmer gefährdet sind, weil sich deren Busfahrer durch die von der REVG angebotene bessere Bezahlung bereits jetzt aus dem Betrieb verabschieden, krank werden, sich anderweitig umsehen.

Dabei weiß auch Timm, dass zwischen RVK und REVG vereinbart ist, Fahrerwechsel zwischen diesen Gesellschaften punktgenau zum 31.12.2018 auf den 01.01.2019 vorzunehmen, um genau diese Unsicherheiten für das Personal und die Kundschaft aufzufangen.

Auch die vom Rhein-Erft-Kreis für die restlichen 49 Prozent der Fahrleistungen beauftragte BVR wird die örtlichen und regionalen Mittelständler wie bisher die RVK als Subunternehmer mit Fahrleistungen beauftragen müssen, so dass auch hier unwahrscheinlich ist, dass diese sich einfach aus dem Betrieb zurückziehen.

Tatsächlich könnten ganz andere Sachverhalte ursächlich sein.

Die RVK könnte in den Verträgen mit ihren mittelständischen Subunternehmern so geringe Strafzahlungen für nicht erbrachte Leistungen vereinbart haben, dass es für diese lukrativ erscheinen könnte, die Strafzahlungen für ausfallende Busfahrten in Kauf zu nehmen, wenn sie stattdessen deutlich besser bezahlte Aufträge übernehmen.