Bewerbung Direktkandidierender im Bundestagswahlkreis

Im Bundestagswahlkreis Rhein-Erft-Kreis 2 (Brühl, Wesseling, Erftstadt und KV Euskirchen)

Bewerbung

Den Klimawandel stoppen,
die Energie- und Verkehrswende gestalten,
für den Zusammenhalt und die Solidarität innerhalb der Gesellschaft einstehen,

 

das sind die zentralen Themen für den Bundestagswahlkampf, für die ich mich besonders einsetzen werde.

Die größte Herausforderung in der heutigen Zeit liegt in meinen Augen darin, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken und wieder zu vertiefen. Wir brauchen mehr Solidarität statt Ausgrenzung und Distanzierung. Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf unser soziales Zusammenleben und erfordert die Solidarität über alle Altersklassen und alle Gesellschaftsgruppen hinweg. In unserer Gesellschaft müssen die Starken die Schwachen unterstützen und ihnen solidarisch beistehen. Empathie muss sich auch in unserer Politik widerspiegeln.

 Wir, BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, sind DIE Partei der Solidarität und der sozialen Verantwortung

 Veränderungsprozesse in unserem alltäglichen Leben laufen immer schneller ab. Viele Menschen fühlen sich von diesen Veränderungen überfordert und sehnen sich nach vermeintlicher Sicherheit und der Stabilität des Verharrens und des Stillstands, ja manchmal auch des Rückschritts. Das betrifft viele Lebensbereiche und Aspekte, z.B. den Umgang mit der Integration unserer Flüchtlinge, Maßnahmen gegen den Klimawandel, Digitalisierung der Arbeitswelt, neue Mobilitätskonzepte, etc.

 Wir GRÜNEN sind keine Partei des Rückschritts und Zauderns, wir nehmen die Herausforderungen an und gestalten unsere Zukunft, statt in alten Mustern und Strukturen zu verharren. Zu viele Politiker*innen von GROKO, FDP, Linken und von extremistischen Parteien können mit diesen Herausforderungen und Veränderungen nicht umgehen und halten z.B. immer noch an längst überholten Energie- und Mobilitätskonzepten fest. Notwendige Veränderungen wie die Energiewende (siehe Kohlekompromiss bis 2038) werden von dieser rückwärtsgewandten Politik blockiert und sabotiert. Die Wirtschaftsminister Rösler (FDP), Gabriel (SPD) und Altmaier (CDU) haben nacheinander die Energiewende zu Grunde gerichtet und Arbeitsplätze in Handwerksbetrieben der Solar- und Windenergie vernichtet, fünfmal mehr als es in der Braunkohlenindustrie gibt. Obwohl die Braunkohle in den letzten Jahren dramatisch an Wirtschaftlichkeit verloren hat, wird sie von verschiedenen Regierungen in ihrer Substanz nur noch durch Steuerbefreiungen und Subventionen am Leben erhalten.

 Wir, BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, sind
DIE Modernisierungs- und Zukunftsgestaltungspartei!


ALLE DÖRFER BLEIBEN!! Ich werde mich dafür einsetzen, dass keine weiteren Dörfer im Rheinischen Revier abgebaggert, Menschen aus ihrer Heimat vertrieben und Kirchen zerstört werden. Der Abbau der Braunkohle muss spätestens 2030 endgültig beendet werden.

 Ökologie und Ökonomie sind schon sehr lange keine Gegensätze mehr.

Im Gegenteil!

 Volkswirtschaften und Unternehmen, die den schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen ignorieren, geraten auch finanziell in Schieflage. Bei meiner Arbeit in einem Unternehmen der erneuerbaren Energien erlebe ich täglich, wie Privatpersonen und kleine, mittlere und große Unternehmen zunehmend an der Energie- und Verkehrswende teilnehmen wollen – eben weil sie wirtschaftlich ist – und von der bestehenden GROKO und der FDP fortlaufend behindert und verunsichert werden. Nur mit einer BÜNDNISGRÜNEN Regierungsbeteiligung können wir hier energisch umsteuern.

 Ich werde mich dafür einsetzen, dass bei den notwendigen Transformationsprozessen niemand zurückgelassen und ausgegrenzt wird. Die Ängste der Betroffenen müssen ernst genommen werden. Das gehört dazu, wenn politische Veränderungen offen angegangen werden. Ich werde für diese Veränderungen offen einstehen.

 Über die Fridays-for-Future-Bewegung freue ich mich sehr und erlebe die GRÜNE JUGEND in unserer Stadtratsfraktion als sehr bereichernd. Unsere Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsen haben ein Recht darauf, Einfluss auf ihre eigene Zukunft zu nehmen! Als Bundestagskandidat stehe ich als Platzhalter und Wegbereiter für die Generation meiner 21jährigen Tochter, denn diese Generation wird die Gestaltung und Transformation unserer Gesellschaft weiterführen. In dieser Hinsicht bin ich sehr optimistisch.

 Wir brauchen neue Mobilitätskonzepte! Die Mobilitätswende ist ein wichtiger Teil der Energiewende im Kampf gegen den Klimawandel. Der Ausbau des ÖPNV ist dabei ein wesentlicher Faktor. Für mich bedeutet das:

  • Die Oleftalbahn im Schleidener Tal muss reaktiviert werden.
  • Die Bördebahn zwischen Euskirchen und Düren muss ausgebaut und an den Halbstundentakt am Hauptbahnhof Euskirchen in Richtung Köln, Bonn und Trier angepasst werden.
  • Der Ausbau der A1 muss verhindert werden. Durch ihn werden weder Arbeitsplätze erhalten noch neue geschaffen, vielmehr würde durch den Ausbau wertvolle Natur zerstört.

 Ein weiterer Pfeiler GRÜNER Politik ist die E-Mobilität. Fossile Energieträger, noch dazu aus meist fragwürdigen Quellen und Staaten, müssen durch lokal erzeugte erneuerbare Energien ersetzt werden. Das ist ein wesentlicher Bestandteil der Mobilitätswende, mit dem ich mich bestens auskenne.

Als Agraringenieur liegen mir die Landwirtschaft und insbesondere der ökologische Landbau sehr am Herzen. Der ökologische Landbau ist zu unterstützen, zu fördern und auszubauen. Wir müssen dringend einen gesellschaftlichen Konsens zwischen Landwirt*innen, Konsument*innen und der Gesellschaft über den ökologischen Wert und die ökologische Verantwortung von landwirtschaftlicher Produktion und ihre gerechte Entlohnung herstellen. Die Zerstörung der heimischen Landwirtschaft zugunsten einer landwirtschaftlichen Produktion auf gerodeten Urwaldflächen in Malaysia und Brasilien ist weder ökologisch noch sozial eine Alternative.

 GRÜNE Politik und GRÜNE Inhalte sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dort müssen wir sie weiter verankern und für konkrete, sichtbare und umsetzbare Veränderungen streiten. Dafür möchte ich als Bundestagsdirektkandidat von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN einstehen und zusammen mit EUCH kämpfen.

Politisches Wirken von 1985 bis heute 

 1985, fünf Tage nach meinem 18. Geburtstag, bin ich Mitglied bei den Grünen geworden. Politisiert wurde ich durch den Protest gegen die NATO-Nachrüstung und die Dritte-Welt-Bewegung. Gelebte internationale Solidarität war und ist mir äußerst wichtig. 1985 wurde ich direkt Mitglied der Stadtratsfraktion Euskirchen und einige Monate später Geschäftsführer des OV Euskirchen. Zwischen 1985 und 1999 habe ich (bis zu meinem Umzug in die Schweiz) alle erdenklichen Parteiämter (OV-Vorstand, KV-Vorstand, LDK- / BDK-Delegierter sowie LPR-Delegierter) innegehabt. Ich war von 1985 bis 1999 Mitglied der Stadtratsfraktion Euskirchen und von 1989 bis 1999 Mitglied der Kreistagsfraktion Euskirchen. In den 80iger und 90iger Jahren war ich Mitglied der BAG Landwirtschaft und einige Jahre Sprecher der LAG Landwirtschaft in NRW. Seit der Kommunalwahl 2020 bin ich Mitglied des Stadtrates Euskirchen und habe in meinem Stadtratswahlbezirk über 30% der Stimmen errungen, in meinem Heimatdorf Wißkirchen über 40%. Mit 23,5% habe ich das beste Kreistagswahlkreisergebnis der GRÜNEN im Kreis Euskirchen erzielt.

Leben

1967 wurde ich in Euskirchen geboren und habe dort mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt Biolandbau studiert und meine Diplomarbeit zum Thema Vermarktung von Bioprodukten im Lebensmitteleinzelhandel (das gab es damals noch nicht) geschrieben. Nach dem Studium war ich zuerst Agrarreferent für die GRÜNE Bundestagsfraktion in Bonn. Danach habe ich im Bereich Unternehmensführung zum Thema Ökobilanzen und Umweltkennzahlensysteme promoviert. 1999 wurde meine Tochter Zoé in der Schweiz geboren und ich bin in die Nähe von Zürich gezogen. Zuerst habe ich als Unternehmensberater und danach 15 Jahre in leitender, globaler Funktion in einem internationalen Pharmaunternehmen gearbeitet. Ich war dort Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung und zuletzt weltweit verantwortlich für die Digitalisierung der Arbeitsplätze (Working-from-home-Lösungen) von 100´000 Mitarbeiter*innen. In dem Zusammenhang habe ich auch mit dem Gesamtbetriebsrat des Konzerns in Deutschland (15´000 Mitarbeiter*innen) eng zusammengearbeitet.

Während des Rosenmontagszuges habe ich 2012 meine Frau Birgit in Euskirchen kennengelernt. Wir sind als Patchworkfamilie fünf Jahre lang jedes Wochenende zwischen Zürich und Euskirchen gependelt und haben 2015 in Euskirchen geheiratet. Als meine Tochter erwachsen wurde, habe ich 2017 meine berufliche Tätigkeit in der Schweiz aufgegeben, um meinen Lebensmittelpunkt wieder nach Euskirchen zu verlegen. Leider wurde bei Birgit kurz darauf Brustkrebs diagnostiziert. Dieser heimtückischen Krankheit ist sie im März 2020 erlegen.

Derzeit arbeite ich in Zülpich aus Überzeugung bei der Firma PRIOGO, einem Handwerksbetrieb, der integrierte, nachhaltige Energielösungen im Bereich Photovoltaik, Wärme und Elektromobilität anbietet. Meine Schwerpunkte sind dabei Lösungen der Sektorkopplung für Industrie- und Gewerbekunden.

Mein Lebensmittelpunkt ist in meiner Heimatstadt Euskirchen, im Ortsteil Wißkirchen. Wie wichtig mir der Gemeinsinn, der Zusammenhalt der Gesellschaft und das Zusammensein mit Menschen sind, habe ich bereits erwähnt. Deshalb engagiere ich mich in unserem Dorf als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, dem Zusammenschluss aller Dorfvereine, und das ist sehr befriedigend.

Ich bin leidenschaftlicher, aber untalentierter Fußballspieler beim SC Wißkirchen und gehe seit 2013 bei der fantastischsten und buntesten Fußgruppe im Euskirchener Rosenmontagszug, den Jecken Höhnern, mit.

Nun möchte ich als EUER Kandidat im Wahlkreis Euskirchen / Rhein-Erft-Kreis 2 meinen Beitrag leisten und gemeinsam mit EUCH als Team die GROKO beend

DIE ZEIT IST REIF  

Interview mit mir im REGIONAL.report Euskirchen, veröffentlicht am 9.Februar 2021

https://euskirchen.regional.report/

https://www.youtube.com/watch?v=pTGy-Hagj44&feature=youtu.be

 

Nicole Kolster

Thomas Keßler

Seit der Kommunalwahl 2020 bin ich Mitglied des Stadtrates Euskirchen

Nachgefragt

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