Bewerbung Direktkandidierender im Bundestagswahlkreis

Im Bundestagswahlkreis Rhein-Erft-Kreis 2 ( Brühl, Erftstadt, Wesseling – KV Euskirchen)

Bewerbung

Liebe Grüne Freundinnen und Freunde,

Für die Bundestagswahl 2021 möchte ich mich als Eure Kandidatin für den Wahlbezirk REK II – Wesseling, Brühl, Erftstadt und Kreis Euskirchen – bewerben und um Eure Unterstützung bitten.
Aus meiner Sicht gibt es eine Unzahl von wichtigen Themen, die wir gesamtgesellschaftlich neu verhandeln müssen, um die drängenden Probleme für die Zukunft lösen zu können.

Wir befinden uns in essentiellen Veränderungsprozessen, für die unser Land weichenstellende,
nachhaltige, eben Grüne – Konzepte benötigt.

Das gesamte Spektrum kann ich hier bei der kurzen Bewerbung für die Vorstellung am 26.2. ohnehin nicht anreißen, ich möchte mich nur auf einige wenige Punkte konzentrieren, die zugleich den ganzen
Spannungsbogen des Wahlbezirks augenscheinlich darstellen. Von Wesseling bis in die tiefste Eifel – vom Klammergriff der Chemieindustrie am Rhein in die
ländlichen Bereiche mit großen landwirtschaftlich genutzten Flächen und idyllischen Landschaften im äußersten Zipfel unseres Landes.

Drei Kernthemen stehen für mich ganz oben auf der politischen Agenda:
• Die dringend erforderliche Transformation der Landwirtschaft
• Die wichtigen Fragen zum Wandel der Mobilität
• Die grundsätzliche Änderung in unserem Umgang mit Müll

Diese Bereiche sind signifikant für klimapolitische Veränderung. Die intensive, industrielle Landwirtschaft braucht einen Wandel, wenn wir unsere wertvollen Böden,
unsere Kulturlandschaften nicht weiter durch falsch gesteuerte Agrar-Subventionspolitik für Biodiversität und Artenvielfalt weiter zerstören wollen, sondern stattdessen durch mehr Förderung
kleinbäuerlicher Betriebe, durch die Stärkung von Junglandwirten und die intensivere Subventionierung der ökologischen Landwirtschaft einen Paradigmenwechsel herbeiführen.

Die Umorientierung dieses Sektors hin zu nachhaltiger, ökologischer und sozialerer Landwirtschaft muss von uns GRÜNEN verstärkt eingefordert und unterstützt werden.
Die intensive Landwirtschaft, die zurzeit in vielen Bereichen eher der Verursacher von Umweltproblemen ist, kann und muss zur Lösung ebendieser Problematiken werden – ohne, dass
dadurch Betriebe in wirtschaftliche Schräglage geraten. Aufzuzeigen, dass dies möglich und vor allem für die landwirtschaftlichen Betriebe wirtschaftlich realistisch darstellbar ist, ist eine große
Herausforderung – aber möglich, und notwendig sowieso.

Mobilität:
Das permanente ‚Weiter-so‘ unserer Verkehrspolitik muss beendet werden! Der stete Weiterausbau von Straßen generiert immer mehr Verkehre mit all den bekannten gesundheitlichen Belastungen für
die Anwohner, Verschlechterung der Co²-Bilanz, zerstört unwiederbringlich Landschaftsräume, verursacht Lärm, verursacht exorbitant hohe Kosten für die Allgemeinheit und löst rein gar nichts.
Dieser gordische Knoten muss zerschlagen werden, wir brauchen die konsequente Mobilitätswende,wir brauchen den flächendeckenden Ausbau des ÖPNV, die Attraktivierung des ÖPNV, die
Vernetzung unterschiedlicher Verkehrssysteme, die Verlagerung des Lastverkehrs auf die Schiene –und auf die Wasserstraßen; den Ausbau von Rad- und Fußwegen, moderne IT-vernetzte
Verkehrssysteme, die auch Spaß bringen – einen Wandel für alle Nutzer. Dabei müssen wir uns von den Grundsätzen leiten lassen, dass Mobilität für jeden Mensche bezahlbar sein muss; sie garantiert Freiheit und Teilhabe, sie ist eine Verpflichtung der öffentlichen
Daseinsvorsorge. Sie muss sich den menschlichen Bedürfnissen anpassen, und nicht umgekehrt menschliche Bedürfnisse verletzen oder zerstören. Der Verkehrssektor ist nach wie vor mit einer der
größten CO²-emittierenden Bereiche und gefährdet die Erreichung der klimapolitischen Ziele. Müllvermeidung – hin zu einer Zero-Waste Gesellschaft
Wir haben uns angewöhnt, Müll als unabdingbaren Bestandteil unseres Lebens zu akzeptieren. Dabei gibt es bspw. schon länger Initiativen, die radikal andere Konzepte kreieren und umsetzen
(Unverpacktläden, zero-waste-Strategien). Eine Mehrheit der Bevölkerung erwartet von der Politik mehr Regulierungen und Verbote, die aber zu zögerlich in Angriff genommen werden.
Es braucht in allen Prozessen eine Umkehr, ausgehend von der Herstellung, vom Konsum bis zum unzureichenden Recycling von Plastik und aber auch anderer Wertstoffe.

Wobei Recycling Teil des Problems ist, nicht Teil der Lösung.
Die Müllberge wachsen stetig an und verursachen neue Problemlagen, wie im REK die geplanten Erweiterungen der Mülldeponie Vereinigte Ville und des VZEK im Landschaftsschutzgebiet.
Ich denke, dass wir diejenigen sind, die sowohl den Finger in die Wunde(n) legen, aber auchdiejenigen sind, die als einzige Partei vom anderen Ende her denken, den Erhalt unseres Planeten im
Blick behalten, die Gefahr der klimatischen Veränderungen ernst nehmen und heute mehr denn je die richtigen Entscheidungen dafür, vor allem aber für die zukünftigen Generationen parat halten –
nebenbei bemerkt dies vom Grundsatz her im offenen integrativen Diskurs mit den Menschen! Mir persönlich liegen darüber hinaus viele soziale Themen, allen voran die Flüchtlingspolitik,
Stadtentwicklung und Naturschutz am Herzen, wer mich kennt, weiß, dass ich mich für Kultur und Kulturschaffende stark engagiere – in diesem Bereich arbeite ich auch – oder dass ich mich
ehrenamtlich engagiere. Auf Bundesebene erachte ich jedoch die hier angesprochenen drei Themen – bezogen speziell auch auf den Wahlkreis REK II – für essentiell.
Ich würde mich freuen, wenn Ihr das auch so einschätzt und mir Euer Vertrauen für die Kandidatur im
Wahlkreis REK II aussprecht.
Marion Sand
Erftstadt

Nicole Kolster

Marion Sand

Mitglied des Rats der Stadt Erftstadt

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